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Juliregen
13.07.2014
Er summt einen Kehrreim vor sich hin. Die Augen auf den Boden gerichtet, folgt er dem Waldpfad von Pfütze zu Pfütze, stampft in jeder kurz auf, hüpft in die nächste. Wasser spritzt hoch, rinnt in feinen Bahnen runter entlang seiner Gummistiefel. In der Ferne ein Grollen.
Plötzlich hält er inne, bückt sich, greift nach einer Weinbergschnecke, tupft mit seinem rechten Zeigfinger auf einen der Fühler. Die Schnecke verkriecht sich in ihr Haus. Er wirft das Gehäuse ins Gebüsch, schaut kurz um sich, springt in die nächste Pfütze. Es regnet jetzt stärker.
Pünktlich zum Abendbrot wird er zurück sein im Altenheim.
